Partys, Alkohol und Verkehr: Spaß und ein besonderes Risiko

Fast alle Jugendliche dieser Altersgruppe können es kaum erwarten, ihren Führerschein zu erwerben. Besprechen Sie daher mit Ihrem Kind, dass es bereits bei der Antragsstellung für den Führerschein Probleme geben kann, wenn Ihr Kind bereits in jüngeren Jahren durch alkoholisiertes Fahren auf dem Fahrrad oder Motorroller aufgefallen ist. Diese Vorfälle werden in der Datenbank der Führerscheinstelle gespeichert.

 

Im Straßenverkehr - auch auf dem Fahrrad - sollte absolute Nüchternheit selbstverständlich sein!

Machen sie Ihr Kind darauf aufmerksam, dass jedes Jahr in Deutschland mehr als 1.000 junge Menschen unter 25 Jahren bei Verkehrsunfällen sterben. Deshalb weisen Sie immer wieder darauf hin, dass Ihre Tochter oder Ihr Sohn auf gar keinen Fall bei jemanden mitfahren darf, der Alkohol getrunken hat. Idealerweise kann Ihr Kind Sie zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen, falls es einmal Probleme mit dem sicheren Heimweg geben sollte.

Überlegen Sie sich, am besten vor dem Ausgehen, einmal gemeinsam mit Ihrem Kind, welche Strategien es geben könnte, um das Risiko während des Heimweges möglichst gering zu halten!

Vor dem Ausgehen bestimmen, wer aus der Clique fährt und an diesem Abend nüchtern bleibt. Das bedeutet nicht, dass der Rest der Clique sich hemmungslos betrinken darf, denn auch betrunkene Mitfahrer/innen können die Fahrsicherheit des/ der Fahrer/in erheblich stören!

Ihre Tochter oder Ihr Sohn könnte ein Taxi oder die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Sollte diese Möglichkeit nicht bestehen, könnten Sie gemeinsam mit den Eltern von befreundeten Jugendlichen abwechselnd eine Art "Abholdienst" einrichten.

Vor Ort übernachten. Sollte es sich um eine private Party von guten Freunden Ihres Kindes handeln, könnte Ihr Kind auch dort übernachten, um kein Risiko bei der Heimfahrt einzugehen. Sie sollten aber auf alle Fälle vorab Rücksprache mit den Eltern oder anderen verantwortlichen Erwachsenen vor Ort halten und die Rahmenbedingungen abklären.

Alkohol und Geschlechtsverkehr

Besprechen Sie vor allem auch mit Ihrem Kind das Thema Alkohol und Sexualität. Wenn Alkohol mit ins Spiel kommt, endet so mancher Abend anders als geahnt oder gewollt, denn unter Alkoholeinfluss werden so einige Hemmungen fallen gelassen. So kann es beispielsweise schneller passieren, dass Ihre Tochter oder Ihr Sohn mit jemandem schläft, obwohl sich beide nicht besonders gut kennen, und das im nüchternen Zustand so gar nicht passiert wäre. Da die Bereitschaft für eine konsequente Verhütung ebenfalls sinkt, steigt die Gefahr, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken oder ungewollt schwanger zu werden.

Wenn Sie eine Tochter haben... 

Einige Mädchen setzen die enthemmende Wirkung des Alkohol gezielt ein, weil sie Angst vor ihrer ersten sexuellen Erfahrung haben. Sprechen Sie mit ihrer Tochter daher offen über Fragen zur Verhütung und das Benutzen von Kondomen sowie das Risiko, diese unter Alkoholeinfluss nicht konsequent zu benutzen.

Betrunkene Mädchen werden leichter Opfer von sexuellen Übergriffen, oft auch ohne sich hinterher daran erinnern zu können.

Stellen Sie daher sicher, dass alle innerhalb einer Clique aufeinander aufpassen und sie kein Mädchen im angetrunkenen Zustand alleine auf einer Party oder in der Disco zurück lassen, sondern gemeinsam in der Gruppe wieder nach Hause gehen. Außerdem sollte Ihre Tochter ihre Getränke immer bei sich behalten und nie unbeaufsichtigt irgendwo abstellen, damit ihr weder mehr Alkohol noch K.O.-Tropfen heimlich unter die Drinks gemischt werden. K.O.-Tropfen stehen meist für GHB (Liquid Ecstacy), können jedoch auch andere Stoffe sein. Ziel ist es, das Opfer wehrlos und willenlos zu machen. Die Opfer leiden unter starken Gedächtnislücken, können sich häufig weder an Täter noch Tathergang erinnern.

Wenn Sie einen Sohn haben...

Weisen Sie Ihren Sohn darauf hin, dass ca. 1/3  der Straftaten von jugendlichen Tätern unter Alkoholeinfluss passieren. Jungen werden statistisch gesehen häufiger straffällig und neigen im betrunkenen Zustand zu aggressiverem Verhalten. Sprechen Sie mit ihrem Sohn im Vorfeld darüber und weisen Sie ihn auf das Risiko der erhöhten Gewaltbereitschaft unter Alkoholeinfluss hin. Alkohol hat aber nicht nur eine betäubende und enthemmende Wirkung auf das Gehirn, sondern verringert auch den Testosteronspiegel im Blut. Das beeinträchtigt sowohl eine Erektion als auch einen Orgasmus. Sprechen Sie dennoch mit Ihrem Sohn ebenfalls über die Gefahren und Folgen ungeschützten Geschlechtsverkehrs.

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