...wenn Ihr Kind unter 13 Jahren alt ist

Liebe Eltern,

Kinder lernen insbesondere in der Familie den Umgang mit Alkohol, indem sie sich daran orientieren, was sie in ihrer Familie sehen und welchen Umgang ihre Eltern und Geschwister mit Alkohol haben. Auch die spätere Einstellung zum Alkoholkonsum wird maßgeblich durch das geprägt, was Sie in Ihrer Familie vorleben!

Bereits in der frühen Kindheit kommt es ganz allgemein darauf an, Kindern die Sicherheit zu geben, die sie brauchen, um die vielen kleinen und großen Herausforderungen in ein unabhängiges und eigenständiges Leben zu meistern.

Aus kleinen Menschen, die auf viel Schutz und Führsorge angewiesen sind, werden selbstständigere Jugendliche, die nach und nach auch mehr Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen.

Kein Elternteil ist perfekt. Kinder benötigen auch keine Perfektion. Viel wichtiger ist es, das es Vertrauen in Sie setzen kann und bei Ihnen Verständnis und Geborgenheit findet!

Auf diese Weise tragen Sie viel dazu bei, dass sich Ihr Kind zu einer starken Persönlichkeit entwickelt, die später auch in schwierigen Situationen auf Suchtmittel verzichten kann. Dieses gilt auch für den Umgang mit Alkohol. Ihr Kind braucht Sie mit all Ihren Stärken und Schwächen, Ihre Liebe, Ihre Unterstützung, die Sicherheit Ihrer Zuneigung und Anerkennung, aber auch Ihre differenzierte Haltung und klare Grenzen, um einen moderaten Umgang mit Alkohol erlernen zu können.

Auch wenn der Einfluss des Freundeskreises auf Ihr Kind immer größer wird, können Sie als Elternteil sein späteres Trinkverhalten beeinflussen, indem Sie:

 

  • Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn als positives Vorbild im Hinblick auf einen risikoarmen Alkoholkonsum zur Verfügung zu stehen.
  • eine klare ablehnende Haltung zum frühen Einstieg in den Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen einnehmen und Ihrem Kind somit eine wegweisende Orientierung geben.
  • mit Ihrem Kind über Alkohol und seine Risiken je nach Alter und Interesse offen und ehrlich reden.
  • Ihr Kind dabei unterstützen, sich zu einer starken und selbstbewussten Persönlichkeit zu entwickeln, die in dem Maße Verantwortung für sein eigenes Handeln übernimmt, wie es dieses altersgemäß wahrnehmen kann.
  • sich dafür einsetzen, dass in der Schule Ihres Kindes Präventionsangebote umgesetzt werden. In Niedersachsen regelt beispielsweise der Runderlass "Rauchen und Konsum alkoholischer Getränke in der Schule" des MK v. 03.06.2005 - 23-82114/5, dass jede Schule unter Einbeziehung der Schüler/innen- und Elternvertretung ein Präventionskonzept entwickeln muss, dass "die heutige und zukünftige Generation vor den (...) Folgen des Tabak- und Alkoholkonsums sowie des Passivrauchens zu schützen" soll (Runderlass, s.o., Absatz 2). Beispiele für schulische Suchtprävention in Niedersachsen sind zum Beispiel das Bausteinprogramm Schulische Suchtvorbeugung BASS.

Während es zunächst darum geht, kleine Kinder vom Alkohol fern zu halten, wird es bei Jugendlichen mehr und mehr darum gehen, sie beim Erlernen eines moderaten Umgangs durch gezielte Informationen und klare Familienregeln zu begleiten, damit die ersten Erfahrungen mit Alkohol keine bleibenden Schäden hinterlassen.

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