Ist mein Kind schon abhängig?

Die meisten Jugendlichen trinken Alkohol, um zu feiern und Spaß zu haben oder weil sie sich in ihrer Clique beweisen wollen. Manchmal greifen Jugendliche aber auch zu Alkohol, weil sie mit irgendwelchen schwierigen Situationen nicht fertig werden. Es kann dazu kommen, dass Ihr Kind immer öfter Alkohol konsumiert, um Problemen aus dem Weg zu gehen. Daraus kann sich schnell eine Abhängigkeit entwickeln.

Die Übergänge zwischen Konsum, Missbrauch und Abhängigkeit sind grundsätzlich fließend und es ist schwierig, diese voneinander abzugrenzen!

Von Konsum wird gesprochen, wenn Ihr Kind Alkohol gelegentlich in kleinen Mengen als Genussmittel zu sich nimmt.

Die Gewöhnung an das Suchtmittel setzt einen regelmäßigen oder dauernden Konsum von Alkohol voraus. Der jugendliche Körper gewöhnt sich schneller an den Alkohol, als es der Körper eines Erwachsenen tut.

Durch eine Überdosis Alkohol wird der Rausch ausgelöst, da der Körper den Alkohol nicht mehr ausreichend abbauen kann. Es handelt sich um die Anzeichen einer akuten körperlichen Vergiftung.

Von Missbrauch wird gesprochen, wenn Ihr Kind Alkohol konsumiert, um Gefühlszustände zu unterdrücken (z.B. Stress in der Schule), oder größere Mengen Alkohol in unangebrachten Situationen trinkt (Alkohol im Straßenverkehr oder beim Sport).

Von einer Abhängigkeit wird gesprochen, wenn Ihr Kind nicht mehr auf den Alkohol verzichten kann. Das heißt nicht, dass es unbedingt große Mengen Alkohol trinken muss. Es benötigt den Alkohol vielmehr, um sich einigermaßen wohl zu fühlen. Es treten Entzugssymptome wie (z.B. Zittern, Schwitzen) auf, wenn es keinen Alkohol bekommt.

Einen erten Anhalt bietet das RAFFT Erhebeungsinstument (Relax, Alone, Friends, Familiy, Trouble). Demnach liegt eine mögliche Gefährdung Ihres Kindes vor, wenn Sie zwei oder mehrere der folgenden Fragen mit "Ja" beantworten.

  • Trinkt Ihr Kind, weil es sich entspannen oder sich besser fühlen möchte?
  • Trinkt es auch dann Alkohol, wenn es alleine ist?
  • Oder trinkt es eher, weil es sich dazugehörig fühlen möchte?
  • Hat jemand aus Ihrer Familie ein Alkoholproblem?
  • Hatte Ihr Kind schon mal ernsthafte Probleme wegen seines Alkoholkonsums? (schlechte Zensuren oder Ärger mit dem Gesetz)

Quelle:

"Gefahren der Rauschtrinkens aus medizinischer Sicht" Jörg Wolstein



 

Lassen Sie sich nicht entmutigen, sondern halten Sie den Kontakt zu Ihrem Kind.

Holen Sie sich Unterstützung und Hilfe von außen, wenn die Probleme mit Ihrem Kind zunehmen und Sie das Gefühl haben, alleine überfordert zu sein. Überlegen Sie, ob Sie eine Sucht- oder Erziehungsberatungsstelle aufsuchen möchten Adressen finden Sie unter Hilfen, Links und Literatur. Eine anonyme und kostenlose Online-Beratung finden Sie bei der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. unter eltern.bke-beratung.de.

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