Zu jung für Alkohol - eine klare ablehnende Haltung ist wichtig!

Alkohol gehört nicht in Kinderhand, da Kinder viel empfindlicher auf Zellgifte reagieren als Erwachsene. Verschiedene Organe (Leber, Gehirn) sind noch nicht ausgereift, das heißt, es ist weder die körperliche noch die geistige Entwicklung abgeschlossen. Trotzdem entdecken viele bereits im Kindesalter, wie Alkohol schmeckt, und das häufig in Gegenwart und mit der Duldung ihrer Eltern.

 

Je später ein Kind damit anfängt Alkohol zu trinken, umso besser ist das für seine gesamte Entwicklung!

Auch wenn Sie selbst Alkohol trinken, hindert Sie das nicht daran, Ihrem Kind klare Grenzen beim Thema Alkohol zu setzen! Da gehört auch das "nur mal nippen" dazu. Erfahrungsgemäß stellen Kinder es nicht in Frage, wenn Eltern deutlich machen: "Das ist nichts für dich, da ist Alkohol drin."

 

Folgende Regeln können Sie im Umgang mit Ihrem Kind zum Thema Alkohol unterstützen:

Seien Sie positives Vorbild im Umgang mit Alkohol…

und halten Sie sich an die empfohlenen Grenzwerte für einen risikoarmen Konsum. Leben Sie ihrem Kind vor, dass bei Ihnen zu Hause der Alkohol vor allem ein Genussmittel und nichts Alltägliches ist.

Sorgen Sie dafür, dass Alkohol für Ihr Kind nicht zugänglich ist.

Lassen Sie auch nach einer Party keine halbvollen Gläser oder Flaschen herumstehen, damit Ihr Kind nich aus Versehen zu viel davon "probiert" und körperliche Schäden riskiert.

Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, den ersten Konsum von alkoholischen Getränken so lange wie möglich hinaus zu zögern!

Orientieren Sie sich dabei an den Altersgrenzen des Jugendschutzes: Keine alkoholischen Getränke an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, weder Spirituosen noch spirituosenhaltige Getränke an Jugendliche unter 18 Jahren!

 

Fordern Sie Ihr Kind auch im familiären Kreis nicht zum "Probieren" auf. Es ist nicht die Aufgabe der Erwachsenen, Kinder auf den Geschmack zu bringen! In der Regel mögen Kinder den Geschmack von Alkohol nicht. Mittlerweile gibt es aber viele alkoholische Getränke, die u.a. durch einen sehr hohen Zuckergehalt und Aromastoffe den typischen alkoholischen Geschmack überdecken und vielmehr den Eindruck eines harmlosen Erfrischungsgetränkes vermitteln. Trotzdem steckt auch in den meisten Biermixgetränken nichts anderes als bis zu 85% gewöhnliches Bier.

Nehmen Sie die Gelegenheit wahr und sprechen Sie mit Ihrem Kind über Alkohol,…

auch wenn Ihr Kind noch weit davon entfernt scheint, Alkohol überhaupt probieren zu wollen und bevor etwas Negatives vorgefallen ist. Sie werden erstaunt sein, wie oft Ihr Kind in alltäglichen Situationen mit dem Thema Alkohol in Berührung kommt (durch Werbung oder eine Szene im Fernsehen). Achten Sie auch einmal darauf, wie im Verein oder Sportclub Ihres Kindes mit Alkohol umgegangen wird.

Sorgen Sie für eine vertrauensvolle Familienatmosphäre und einen wertschätzenden Umgang miteinander.

Vereinbaren Sie Regeln, wie Sie in Ihrer Familie miteinander reden wollen. Sie können beispielsweise in regelmäßigen Abständen einen Moment des gemeinsamen Austausches festlegen (Familienrat), bei dem alle ihre Meinung sagen und sich gegenseitig zugehört wird.



Auch Verbote sollten Sie Ihrem Kind immer erklären: Du bist noch dabei zu wachsen und deshalb reagiert dein Körper besonders empfindlich auf Alkohol. Außerdem wirkt Alkohol bei Kindern viel stärker und ist damit gefährlicher als bei uns Erwachsenen.“

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