Klare Familienregeln geben Orientierung

Verbindliche Familienregeln sind immer dann besonders wirksam, wenn Kinder und Jugendliche gleichzeitig Liebe und Unterstützung durch ihre Eltern erfahren. Dabei ist es wichtig, dass Sie sich zunächst einmal bewusst machen, warum Sie ihrem Kind etwas erlauben oder verbieten wollen, wo Sie dies aufgrund rationaler Abwägungen tun oder wo vielleicht irrationale Ängste eine Rolle spielen. Welche Konsequenzen Sie mit ihrem Kind vereinbaren und auch bereit sind umzusetzen, hängt letztlich von Ihrer persönlichen Einstellungen zum Alkohol, der Beziehung zu Ihrem Kind und seinem bisherigem Verhalten ab.

Bleiben Sie gelassen. Als ganz normale Eltern mit all Ihren Stärken und Schwächen bereiten Sie Ihr Kind auf das ganz normale Leben vor.

Nun übt das Setzen von Regeln allein noch keinen positiven Einfluss auf das Trinkverhalten der Jugendlichen aus, sondern muss vielmehr auf der Grundlage einer vertrauensvollen Eltern-Kind-Beziehung geschehen. Jugendliche brauchen Eltern, denen sie vertrauen können, die verlässlich sind und auch in stürmischen Zeiten auf Kurs bleiben. Gleichzeitig gehört es auch dazu, flexibel zu reagieren und die ausgehandelten Regeln der jeweiligen Situation und dem Entwicklungsstand Ihres Kindes sowie den gemeinsamen Erfahrungen im Umgang mit Freiheiten und Grenzen anzupassen. Ein solcher wertschätzender und vertrauensvoller Umgang miteinander muss bereits in der frühen Kindheit beginnen und nicht erst in der Pubertät.

Stellen Sie möglichst bevor etwas Negatives in Zusammenhang mit Alkohol vorgefallen ist, gemeinsame Regeln auf und legen Sie Konsequenzen fest, die erfolgen, wenn sie nicht eingehalten werden. Loben Sie Ihr Kind, wenn es die Familienregeln einhält und ermutigen Sie es weiterzumachen. "Ich finde es richtig gut, wie du dich an unsere Abmachung hältst und würde mich freuen, wenn ich mich weiterhin so auf dich verlassen kann."

Gemeinsam ausgehandelte Familienregeln geben Ihrem Kind Klarheit und Orientierung und sind eine sinnvolle Unterstützung, um einen risikoarmen Umgang mit Alkohol zu finden, verhindern aber nicht automatisch Alkohol- exzesse im Jugendalter.

 

Unter Empfehlungen finden Sie Regeln zum Ausprobieren, die sich aus präventiver Sicht als sinnvoll erwiesen haben.

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