Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol -

Tipps und Anregungen für Familienregeln!

Folgende Regen haben sich aus präventiver Sicht als sinnvoll erwiesen: 

Unterschätzen Sie nicht Ihre eigene Vorbildfunktion.

Das, was Sie als Eltern Ihren Kindern vorleben, hat eine stärkere Wirkung als alle Erziehungsregeln und Mahnungen. Das elterliche Vorbildverhalten dient dem Kind sozusagen als eine Art innerer Kompass, nach dem es sein eigenes Verhalten ausrichtet. Wenn Sie selber vorleben, dass Alkohol ein Genussmittel ist und nicht zur vermeintlichen Problemlösung dient, wird Ihr Kind später auch auf übermäßigen Alkoholkonsum verzichten können. Vorbild zu sein bedeutet nicht, perfekt und makellos zu sein.

Sorgen Sie für ein angenehmes Familienklima

Stellen Sie beispielsweise einmal das in den Vordergrund, was bei Ihnen in der Familie richtig gut läuft. Manchmal braucht es nur wenig, um eine gute Atmosphäre in der Familie zu schaffen. Vereinbaren Sie, wie und wann Sie miteinander reden wollen und pflegen Sie Familienrituale wie beispielsweise tägliche gemeinsame Mahlzeiten.

Ermutigen Sie Ihr Kind und heben seine positiven Eigenschaften hervor. Auch wenn Ihre Beziehung zu Ihrem Kind gelegentlich etwas holperig und schwierig ist, sollten Sie nicht nur Verstöße und Fehler sehen, sondern auch positive Verhaltensweisen hervorheben und bestärken.

Informieren Sie sich gut über das Thema Alkohol im Jugendalter

Das Gespräch und gegenseitiges Vertrauen sind grundsätzlich wichtiger als "Fachwissen", jedoch kann Ihnen ein Wissensvorsprung bezüglich Alkohol und seine Wirkungsweise, die gesetzlichen Bestimmungen sowie Gefahren und Risiken des Konsums im Jugendalter, eine gewisse Sicherheit und Klarheit verschaffen. Kinder und Jugendliche sollten sachlich richtig über Alkohol informiert werden, nur so können Sie Ihre Tochter oder Ihrem Sohn eine klare Orientierung und Halt geben.

Es ist immer das richtige Alter über Alkohol zu sprechen

Auch wenn Ihr Kind noch gar keinen Alkohol probiert hat, jedoch Interesse an diesem Thema zeigt oder Ihnen ein paar Fragen dazu stellt, nehmen Sie die Gelegenheit wahr und sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber. Machen Sie Ihre Erwartungen und Befürchtungen dem Alter Ihres Kindes entsprechend deutlich. Signalisieren Sie ihm aber auch, dass Sie ihm vertrauen. Das ist eine gute Basis für weitere Gespräche und einen offenen Austausch.

Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, den ersten Konsum von alkoholischen Getränken möglichst hinaus zu zögern!

Fordern Sie Ihr Kind auch im familiären Kreis nicht zum "Probieren" auf. Orientieren Sie sich an den Altersgrenzen des Jugendschutzes: Keine alkoholischen Getränke an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren und keine spirituosenhaltige Getränke an Jugendliche unter 18 Jahren!

Treffen Sie mit Ihrem Kind bis zu einem Alter von 16 Jahren eine klare Abmachung, dass Partys und Feste bei Ihnen zu Hause alkoholfrei sind!

Unterstützen Sie Ihr Kind bei der Dekoration und bei der Zubereitung von unkomplizierten Partysnacks und Fingerfood oder bieten Sie alkoholfreie Cocktails als attraktive Alternative an. Mit Hilfe verschiedener Partyspiele (Flaschendrehen, Karaoke...) kann man auch auf anderem Weg die Feier zu etwas Besonderem machen.

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind auch keinen Alkohol als Gastgeschenk oder Mitbringsel auf eine Party oder zu einer Geburtstagsfeier mitbringt.

Informieren Sie Ihr Kind in sachlicher, aufklärender Form, dass Alkoholkonsum mit Risiken verbunden ist

Sprechen Sie sowohl über die kurzfristigen als auch über langfristige Risiken des Alkoholkonsums. Blenden Sie die positiven Seiten des moderaten und genussorientierten Umgang mit Alkohol dabei jedoch nicht aus. Betonen Sie ausdrücklich, warum es sinnvoll ist, auch als Erwachsener eher wenig Alkohol zu trinken.

Weisen Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn immer wieder darauf hin, dass manche Regeln nicht verhandelbar sind!

  • Kein Alkohol im Straßenverkehr, auch nicht auf dem Fahrrad!
  • Erklären Sie Ihrem Kind, dass es niebei jemanden mitfährt der Alkohol getrunken hat.
    • Klären Sie vor der Party, dem Discobesuch oder dem Konzert, wer fährt.
    • Helfen Sie Ihrem Kind bei der Organisation eines sicheren Heimweges.
  • Nie angetrunken im Baggersee oder Schwimmbad baden! Leider kommt es immer wieder zu tödlichen Badeunfällen.
  • Auch kein (Rest-)Alkohol in der Schule oder am Ausbildungsplatz.
  • Kein Alkohol, wenn Medikamente eingenommen werden.

Was Sie als Eltern sonst noch tun können

Achten Sie einmal darauf, wie in Vereinen und Sportclubs Ihres Kindes mit Alkohol umgegangen wird. Werden Sie selbst aktiv, wenn Sie Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz beobachten. Reden Sie mit den Verantwortlichen oder melden Sie diese Verstöße beim Jugendschutz oder direkt bei der regionalen Polizeistelle.

 

Setzen Sie sich dafür ein, dass in der Schule Ihres Kindes Präventionsangebote umgesetzt werden. In Niedersachsen regelt beispielsweise der Runderlass "Rauchen und Konsum alkoholischer Getränke in der Schule" des MK v. 03.06.2005 - 23-82114/5, dass jede Schule unter Einbeziehung der Schüler/innen- und Elternvertretung ein Präventionskonzept entwickeln muss, dass "die heutige und zukünftige Generation vor den (...) Folgen des Tabak- und Alkoholkonsums wowie des Passivrauchens schützen" soll (Runderlass, s.o., Absatz 2). Beispiele für schulische Suchtprävention in Niedersachsen sind zum Beispiel das Bausteinprogramm Schulische Suchtvorbeugung BASS oder der Workshop "Tom & Lisa".

 

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